Stress und Konzentrationsfähigkeit – das verträgt sich in der Regel nicht. In Stresssituationen richtet sich unsere Aufmerksamkeit vermehrt auf Allgemeines und nicht mehr auf das Wesentliche.
«Sich zu konzentrieren, wird zu einer geistig anstrengenden Aufgabe und es kommt in Folge häufig zu einer Überlastung im Gehirn bis hin zum völligen so genannten ‹Blackout›», wie die diplomierte Kleinkindpädagogin Alexandra Pronegg in der von ihr durchgeführten Studie «Die Auswirkungen der Peter Hess-Klangmassage auf das Konzentrationsverhalten von Kindern im Grundschulalter» schreibt.
Lange Zeit sei angenommen worden, dass das vegetative Nervensystem nicht bewusst zu beeinflussen sei. Zahlreiche Untersuchungen hätten aber gezeigt, dass wir selbst unseren vegetativen – also unbewussten – Zustand beeinflussen können. Positive Beeinflussung finde unter anderem durch Entspannung statt. Eine Möglichkeit dafür ist eine Klangmassage.
Ähnliche Geräusche wie im Mutterleib
Bei einer Klangmassage werden Klangschalen auf den bekleideten Körper aufgestellt und behutsam angetönt. Die sanften und harmonischen Klänge werden über das Gehör und die Haut aufgenommen und führen schnell in eine tiefe Entspannung.
In einer Studie von Christina M. Koller wird vermutet, dass die besondere Wirkung obertonreicher Klänge, wie diejenigen von Klangschalen, den Geräuschen ähneln, wie wir sie als Ungeborene im Mutterleib wahrnehmen. Zudem würden Hören und Fühlen zu den ersten Sinneserfahrungen gehören, die ein Ungeborenes macht.
Signifikante Unterschiede durch Klangmassagen
Alexandra Pronegg hat für ihre Beobachtungsstudie 30 Kinder im Alter von sieben bis acht Jahren ausgewählt. Die Testgruppe erhielt während eines Zeitraums von sechs Wochen ebenso viele Klangmassagen im wöchentlichen Abstand, während die Kontrollgruppe zwar die Konzentrationstests durchführte, aber keine Klangmassage erhielt.
Die vor Beginn der Studie durchgeführten Tests zur Auswertung des mittleren Konzentrationsniveaus seien bei der Test- sowie der Kontrollgruppe ähnlich ausgefallen. Bereits nach der Hälfte der Untersuchungszeit habe sich dann ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Gruppen herauskristallisiert.
«Die Kinder, die mit Klangmassage begleitet wurden, zeigten einen höheren Konzentrationsmittelwert als die der Kontrollgruppe. Bei der letzten Testung wurde dieser Unterschied zu Gunsten der Testgruppe signifikant», hält Alexandra Pronegg ihre Ergebnisse fest.
Dieses Ergebnis mache deutlich sichtbar, dass Kinder, die kontinuierlich ganzheitlich angespannt bleiben, sich auch schlechter konzentrieren können. Die diplomierte Kleinkindpädagogin fasst zusammen: «Durch die Klangmassage können sich sowohl Körper als auch Geist entspannen und das Konzentrationsverhalten wird dadurch optimiert.»